Wer sich heutzutage den Traum vom Eigenheim in und rund um Braunschweig und Hannover verwirklichen möchte, wird mit vielen wichtigen Fragen konfrontiert. Neben Bauart und Finanzierung gehört die Frage nach einem Bauplatz zu den wichtigsten Grundfragen beim Hausbau. Wie findet man ein Grundstück? Wem gehört das Baugrundstück? Und was kostet ein Grundstück?

Grundsätzlich gibt es mehrere Wege, das passende Grundstück zu finden. Über unterschiedliche Wege und Medien können gezielte Informationen eingeholt werden, die einem behilflich sein können, wenn man ein Grundstück kaufen möchte. Internetportale und Zeitungsanzeigen verschaffen einen ersten Überblick über den aktuellen Grundstücksmarkt am Standort Hannover und Braunschweig.


Grundstück kaufen worauf achten?


Wer in und rund um Braunschweig und Hannover einen Bauplatz kaufen möchte, muss zuerst einmal etwas Passendes finden. Leider ist Bauland in begehrten Lagen Mangelware und birgt viele Risiken, weshalb sich angehende Bauherren vor dem Grundstückskauf gut informieren und im Zweifelsfall einen Gutachter zu Rate ziehen sollten.

Zu den wichtigsten Faktoren, die über den Kauf oder Nichtkauf eines Baugrundstücks entscheiden, gehören die Lage, die Größe, der Boden, der Bewuchs, die Nutzungsrechte und die Kosten. Eines der wichtigsten Auswahlkriterien sollte die Lage sein – ist sie doch das Einzige, was später nicht mehr verändert werden kann.

Angehende Bauherren sollten sich daher genau überlegen, was sie benötigen und auf welche Infrastruktur sie nicht verzichten können. Ob das Grundstück grün oder städtisch gelegen, ruhig oder belebt sein soll, ist sehr stark von den späteren Anwohnern abhängig.

Auch die unmittelbare Nachbarschaft hat großen Einfluss darauf, ob man sich an einem Ort wohlfühlt oder nicht. Liegt das Grundstück in der Nähe eines Gewässers, müssen Überschwemmungen und ein feuchter Keller mit einkalkuliert werden. Die benötigte Grundstücksform und -größe hängt von den individuellen Anforderungen ab – also beispielsweise von der Frage, wie groß das Haus werden und ob ein Garten angelegt werden soll.

Zudem müssen die gesetzlichen Grenzabstände von mindestens drei Metern von der Grundstücksgrenze berücksichtigt werden. Beim Bauen hinderlich sind tonige, steinige oder lehmige Böden, bei denen angehende Bauherren mit erheblichen Zusatzkosten für den Kelleraushub rechnen müssen.

Wichtig ist es auch, auf eventuelle Altlasten zu achten: Wenn beispielsweise Öl oder Asbest die Erde verunreinigt haben, muss der aktuelle Grundstückseigentümer die Kosten für eine Bodensanierung tragen, auch wenn er nicht für das Problem verantwortlich ist. Im Zweifel empfiehlt es sich daher immer, ein Bodengutachten erstellen zu lassen.

Auch die Erschließungskosten für Kabel-, Abwasser- und Versorgungsleitungen sollten angehende Bauherren im Hinterkopf behalten: Empfehlenswert ist es daher, nur erschlossene Grundstücke zu kaufen, bei denen alle wesentlichen Leitungen bereits gelegt sind.

Die behördlichen Freigaben erschweren den Grundstückskauf zusätzlich: Auf jeden Fall sollte man vor dem Kauf über die Rahmenbedingungen im Baugebiet informiert sein, denn je nach Bebauungsplan sind teilweise nur bestimmte Größen oder Haustypen zugelassen.

Genau geprüft werden sollte auch, ob sogenannte Dienstbarkeiten im Grundbuch vorliegen – so beispielsweise Nutzungsrechte wie Wege-, Leitungs- oder Überfahrtsrechte zugunsten des Besitzers eines anliegenden Grundstücks.

Und ganz wichtig: Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass zu dem eigentlichen Grundstückspreis noch Nebenkosten wie Notargebühren, Gerichtskosten für den Grundbucheintrag und Grunderwerbssteuer anfallen.



Wie findet man ein Baugrundstück?


Wer auf der Suche nach einem Baugrundstück in Hannover oder Braunschweig ist und selbst aus der Region stammt, sollte erst einmal mit ortsansässigen Bekannten und Verwandten sprechen. So lassen sich nicht selten neue und unbekannte Bauplätze finden.

Ebenfalls in Betracht gezogen werden sollte der Gang zum Rathaus oder Bürgeramt, denn das dortige Liegenschaftsamt weiß auf jeden Fall über die freien Grundstücke in der Umgebung Bescheid. In manchen Fällen machen auch Amtsgerichte auf Grundstücke aufmerksam, die zwangsversteigert werden sollen, so dass man mit etwas Glück ein echtes Schnäppchen machen kann.

Zu guter Letzt kann natürlich auch ein erfahrener Makler oder ein Immobilienvermittlungsbüro bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück helfen.



Wem gehört das Grundstück?


Nur beim Spazieren durch ein Dorf, eine Gemeinde oder ein Viertel sehen angehende Bauherren, welche Vorzüge und Schwächen dort vorhanden sind – und wo sich noch freie Bauplätze befinden. Aus diesem Grund kann es empfehlenswert sein, erst einmal selbst zu recherchieren, bevor man einen externen Dienstleister mit der Grundstückssuche beauftragt.

Dank der fortschreitenden Digitalisierung bietet inzwischen jede Ortschaft ein Geoportal im Internet an, in dem beispielsweise die Liegenschaftskarte des Bereichs abgerufen werden kann, für den man sich interessiert. Hier kann das gesuchte Grundstück ganz einfach bestimmt werden.

Mit der Nummer des Grundstücks kann man sich an das zuständige Grundbuchamt wenden und auf Antrag erfahren, wem das Grundstück gehört. Allerdings erhält nicht jeder Einsicht ins Grundbuch – aus diesem Grund muss zunächst nachgewiesen werden, dass das eigene Interesse daran berechtigt ist.

Lehnt das Grundbuchamt den Antrag auf Einsicht ab, gibt es noch andere Möglichkeiten, den Eigentümer eines Grundstücks zu ermitteln. So gibt das Katasteramt oder Vermessungsamt der jeweiligen Ortschaft gegen eine geringe Gebühr Auskunft über die Besitzer von Gebäuden und Grundstücken. Auch hier muss allerdings das berechtigte Interesse nachgewiesen werden, wobei ein Kaufinteresse in aller Regel ausreicht.


Was kostet ein Baugrundstück?


Die Kosten für Grundstücke in Braunschweig und Hannover machen wie überall einen Großteil der Gesamtkosten am Hausbau aus. Dazu gehören der eigentliche Grundstückspreis und die Nebenkosten, die vor und nach dem Kauf entstehen. Der entscheidende Faktor bei der Bestimmung des Grundstückspreises ist die Größe des Grundstücks:

Um den benötigten Platz zu bestimmen, sollte die Grundfläche des geplanten Hauses mitsamt Garten, Garage und Zufahrt ungefähr bekannt sein. Für die meisten Häuser werden Grundstücke mit einer Fläche von 600 bis 1.200 Quadratmetern benötigt, wobei die Grundstückspreise sehr stark von der Lage und der Region abhängig sind.

Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter liegt in Deutschland bei etwa 145 Euro. In Hannover und Braunschweig ist der Kaufpreis pro Quadratmeter gewissen Schwankungen unterlegen und kann sich zwischen 200 und 1.000 Euro bewegen.



Fazit

Abschließend sei festgehalten: Wer sich einen Bauplatz kaufen möchte, muss sich über viele wichtige Fragen Gedanken machen. Wer noch auf der Suche nach einem Grundstück in Braunschweig oder Hannover ist, kann davon profitieren, Erkundigungen in der Nachbarschaft einzuholen, um herauszufinden, welche Bauvorhaben vor Ort anstehen und welche Bauausführungen bereits realisiert wurden.

Wird ein Grundstück in die engere Wahl gezogen, ist bei der Baubehörde Einsicht in den Bebauungsplan und den Gebietsentwicklungsplan zu nehmen, um Aufschluss über den Erschließungsgrad des Grundstücks sowie über geltende Bauauflagen zu erhalten.

Wer in Hannover oder Braunschweig nach einem Grundstück sucht, kann sowohl zentrumsnah als auch in den Vororten fündig werden, wobei die Grundstückspreise in den Vororten meist geringer sind. Wer sich unsicher ist, kann sich an einen erfahrenen Makler oder ein Immobilienvermittlungsbüro wenden – gerne auch dann, wenn es um einen etwaigen Grundstücksverkauf geht.

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